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Saisonabschluss mit Remis gegen den Meister aus Marklohe

Eschershausen(fba). Zum Abschluss der Saison 2018/19 kam es in der Raabestadt noch einmal zu einem mehr als spannenden Aufeinandertreffen mit dem Meister der Landesliga Hannover, dem SC Marklohe II. Das Alshut-Team wollte seine verlustpunktfreie Heimbilanz wahren, die Gäste wollten sich von ihrer besten, sportlichen Seite präsentieren und begannen mit einer 2:1-Führung nach den Doppeln, denn nur das Spitzendoppel Heise/Schway konnte sich im Entscheidungssatz knapp gegen Oldie Mindermann/Rode, Torsten mit 11:7 durchsetzen.
Heise mussten lange kämpfen um die Markloher Nr. 2 Wehrenberg im fünften Satz mit 11:9 zu besiegen. Besser machte es Schway, der dem Markloher Spitzenmann
Lau klar und deutlich mit 3:0 in die Knie zwingen konnte.
Blume hatte leider im Entscheidungssatz mit 10:12 gegen Rode, Torsten das Nachsehen, ebenso musste Kapitän Alshut seinem Gegenüber Mindermann nach vier Sätzen zum Sieg gratulieren. Mendyk hatte nur im dritten Satz gegen Vaas Probleme, gewann dennoch klar mit 3:0. Spendrin hatte im fünften Satz gegen Rode, Artur das Nachsehen.
Im oberen Paarkreuz konnten Heise gegen Lau und Schway gegen Wehrenberg mit Siegen überzeugen und die Mannschaft 6:5 in Führung bringen. Blume musste sich in seinem zweiten Match gegen Mindermann klar geschlagen geben. Alshut hatte gegen Rode, Torsten keine Probleme und gab in drei Sätzen lediglich 11 Punkte ab. Nicht ganz so deutlich besiegte Mendyk den Bruder Artur in vier Sätzen und sicherte schon einmal einen Punkt. Spendrin konnte leider den Siegpunkt gegen Vaas nicht einfahren und unterlag in vier Sätzen.
Das Doppel musste somit die Entscheidung bringen und die Spannung wuchs von Satz zu Satz. Im Entscheidungssatz führten Heise/Schway gegen Lau/Wehrenberg bereits 7:6, 8:7 und 9:7 und konnten leider das Spiel nicht nach Hause bringen und verloren denkbar knapp mit 9:11 und vergaben somit auch den Siegpunkt.

"Wir müssen uns mit dem Unentschieden leider abfinden, hätten wir doch gern unsere blütenreine, verlustpunktfreie Serie bis zum Ende beibehalten. Aber wir haben dem feststehenden Liga-Meister Marklohe II lange ein offenes und spannendes Spiel geliefert, dass leider wieder einmal nur wenige Zuschauer sahen. Vielleicht wäre bei einer größeren Zuschauerkulisse mehr drin gewesen?" so der Kapitän Andre Alshut.

Mit 23:13 Punkten (11 Siegen, 1 Remis und 6 Niederlagen) belegt die Mannschaft den 5. Tabellenplatz. Die Auswärtsschwäche mit 6 Niederlagen hat eine bessere Platzierung verhindert.
Stand heute wird die 1. Mannschaft in der neuen Saison in gleicher Besetzung an die Tische gehen.

Nach einer langen Saison ist jetzt zunächst erst einmal Pause angesagt, um die Akkus wieder aufzuladen.

Am 22. April 2019 jährt sich zum 70. Mal der Todestag unseres Gründungsmitglied


"Dr. Rudolf Göpel"

Die TT-Abteilung des MTSV Jahn Eschershausen wird Rudolf Göpel stets in guter
Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Dr. Rudolf Göpel hat maßgeblichen Anteil an der Gründung unserer Abteilung,
die die Älteste des TT-Kreises Holzminden ist und am 09. November 1946 ins
Leben gerufen wurde.

Mit Krampf und Kampf zum knappen Auswärtserfolg

Eschershausen(fba). „ Mit einem so schweren Spiel haben wir nach dem klaren Heimerfolg gegen den SC Barienrode nicht gerechnet“, so ein sichtlich erleichterter Mannschaftskapitän Andre Alshut in seinem Kommentar nach Ende des Spiels. 

Das Spiel begann schon nicht verheißungsvoll, denn nach den Doppeln lagen die Raabestädter mit 1:2 im Hintertreffen, denn nur Doppel 1 Heise/Schway gewannen knapp gegen Schönknecht/Hölscher im Entscheidungssatz.
Das obere Paarkreuz mit Schway gegen Spitzenspieler Miethe und Heise gegen Schönknecht verloren ihre Begegnungen jeweils im fünften. Satz. Ein kleiner Hoffnungsschimmer war der Erfolg des Kapitäns gegen Schröder in vier Sätzen. Leider verloren Blume gegen Jacobs und Spendrin gegen Hölscher jeweils im vierten Satz. Mendyk konnte das Ergebnis mit seinem Erfolg gegen Engau ein wenig freundlicher gestalten und auf 3:6 verkürzen.
Im Spitzenspiel verlor Heise den zweiten und vierten Satz jeweils mit 11:13 und musste seinem Gegenüber zum Sieg gratulieren. Mit 3:7 hinten, war das Spiel eigentlich gelaufen, doch mit dem Drei-Satz-Sieg von Schway gegen Schönknecht begann eine nicht erwartete Aufholjagt des Alshut-Teams. Alle folgenden restlichen vier Einzel gewannen die Raabestädter jeweils in vier Sätzen: Blume gegen Schröder, Alshut gegen Jacobs, Mendyk gegen Hölscher und Spendrin gegen Engau.
Nun kam es zum Entscheidungsspiel im Doppel Heise/Schway gegen Miethe/Schröder. In diesem Spiel zeigte sich die Erfahrung aus der Oberliga, denn in einem spannenden Spiel konnten sich die Eschershäuser erneut in vier Sätzen durchsetzen und den 9:7-Auswärtssieg sicherstellen.
Mit diesem Erfolg verbleibt die Mannschaft mit 22:12 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz und empfängt am Samstag, dem 13.4. um 18.00 Uhr zum Saisonabschluss den möglichen Meister und Aufsteiger in der Verbandsliga, die 2. Mannschaft des SC Marklohe. Die Mannschaft wird alles versuchen, ihren starken Heimnimbus zu wahren und dem Gast ein Spitzenspiel zu liefern. Das Team hofft auf viele Zuschauer und auf eine gute Unterstützung.

In der 1. Bezirksklasse hatten das Reserveteam des Landesligisten zwei Kellerduelle zu absolvieren, die mit einem Sieg und einer Niederlage endeten. Erwartungsgemäß gewannen die Raabestädter gegen den sieglosen Tabellenletzten des Post SV III Alfeld mit 9:2. Lediglich ein Doppel und Einzel ging verloren. Fenz, Meyer, Giesemann, Murawsky und Jacksch gewannen ihre Spiele und sicherten den 2. Saisonsieg.
Im letzten Saisonspiel trat die Mannschaft beim TTV Linse an und verlor denkbar knapp mit 7:9. Mit dieser Niederlage und einem Punktverhältnis von 6:30 Punkten belegt die Mannschaft den vorletzten Platz und steigt ab.


„Danke, dass ich euer Vorsitzender sein durfte“ – Matthias Vespermann folgt auf Friedhelm Bandke

Eschershausen (mm). An dieses Bild wird man sich als Eschershäuser wohl gewöhnen müssen. Zwölf Jahre lang war Friedhelm Bandke erster Vorsitzender des MTSV Eschershausen, welcher die Geschicke des rund 800 Mitglieder starken Vereins leitete, doch dies gehört nun der Vergangenheit an. Bei der gestrigen Mitgliederversammlung gab Bandke sein Amt ab.

38 Mitglieder waren der Einladung des MTSV-Vorstands gefolgt. Nachdem die ersten Tagesordnungspunkte schnell abgehandelt waren, folgte schließlich der Bericht vom Vorsitzenden Friedhelm Bandke. Während seiner zwölfjährigen Amtszeit haben sich die Zeiten etwas geändert, wie er beispielsweise mit der Bereitschaft zur Mithilfe feststellte. „Während meiner Amtszeit habe ich den Menschen immer in den Vordergrund gestellt. Wir haben ihnen immer das Gefühl gegeben, dass sie bei uns gut aufgehoben sind. Ich habe keine Bedenken, dass dies auch nach meiner Zeit als Vorsitzender so bleiben wird“, so Bandke.

Während seiner Amtszeit habe die Abteilungen viele Jubiläen feiern dürfen. So sind beispielsweise die Fußballabteilung 75 Jahre und die Tischtennisabteilung 50 Jahre alt geworden. Aber auch neue Sparten bzw. Abteilungen sind mit Aerobic/Pilates oder Badminton dazugekommen. Sehr am Herzen lag ihm auch der Volleyball für Jugendliche, der sich jedoch wegen fehlender Hallenzeiten nicht lange halten konnte.

Doch was wären die Abteilungen ohne ihre Übungsleiter bzw. Trainer? So habe man viele Übungsleiter ausgebildet, sie zu Fortbildungen geschickt und eben die Kurse und Trainings gestalten lassen. „Das Herz sind die Übungsleiter. Ein Riesen Dankeschön an alle. Wir brauchen euch auch in den nächsten Jahren noch“, richtete Bandke Dankesworte an die Ehrenamtlichen. Der Sport habe sich verändert. So seien Sportarten wie Faustball und Turnen ausgeschieden und insbesondere der Gesundheitssport bzw. Rehasport sei in den Vordergrund gerückt. „Auch ein Dankeschön an die vorortigen Ärzte“, so Banke.

Der Höhepunkt seiner zwölfjährigen Regentschaft war das 150-jährige Vereinsjubiläum, welches mit seinen 26 Veranstaltung mit einem Festakt und Festball ein außergewöhnliches Ereignis gewesen sei, wie Bandke weiter berichtete. Passend hierzu ist innerhalb von zweieinhalb Jahren mit der Jubiläumsausgabe ein echter „Bestzeller“ entstanden, in dem auf die Geschichte des MTSV's zurückgeblickt wird.

Unabhängig davon bleibt Bandke auch ein sportliches Ereignis, welches 2014 eintrat, in Erinnerung. „Der Oberligaaufstieg beim Tischtennis war der größte sportliche Erfolg in der Geschichte des MTSV. Die Mannschaft wurde dafür auch von der Stadt mit dem Porzellanrahmen geehrt“, denkt Bandke, der zugleich der Vorsitzende der Tischtennisabteilung ist, gern zurück. Doch sportlicher Erfolg sei nicht alles, viel wichtiger sei es weiterhin ein breitgefächertes Sportangebot anzubieten.

In seiner Amtszeit sind auch Veränderungen auf dem Sportplatz eintreten. So wurde die Laufbahn mit der Kugelstoßanlage und der Weitsprunggrube erneuert. „Die nächste Mammutaufgabe steht uns durch den Entfall des Scharfoldendorfer Sportplatz bevor, den wir jedoch bis zum Start der Baumaßnahme der Umgehungsstraße weiter nutzen dürfen“, blickt Bandke auf die Situation für die Fußballer, die sich nach besseren Trainingsbedingungen sehnen. Für die Sanierung des Trainingsplatzes oberhalb des Freibads sind bereits Mittel in den Haushalt für 2019 eingestellt und auch in den nächsten Jahren sollen weitere Mittel folgen. Zudem laufen weitere Anträge auf Fördermittel.

„Ich hoffe, dass ihr Verständnis habt. Die Zeit hat viel Kraft und Nerven gekostet. Ich habe die Aufgabe mit viel Freude und Hingabe gemacht. Ich danke meinem Vorstand und euch, dass ich euer Vorsitzender sein durfte“, verlas Bandke sichtlich gerührt die letzten Sätze seiner Abschiedsrede.

Nachdem Gaby Gutacker die „schwarzen Zahlen“ vortrug und Kassenprüferin Daniela Gerull bzgl. ihrer Kassenführung nichts zu beanstanden hatte, kam es schließlich zum Hauptteil der Mitgliederversammlung. Manfred Kürigs Aufgabe schloss sich mit der Entlastung des Vorstandes an, der Friedhelm Bandke für seine Arbeit im Namen aller versammelten Mitglieder lobte. „Es ist nicht einfach so einen großen Verein zu führen. Du wurdest immerhin fünfmal wiedergewählt. Wir waren zu 100 % mit deiner Arbeit einverstanden“, so Kürig, dessen Antrag auf Entlastung des Vorstands Einstimmigkeit fand.

Ehrenvorsitzender Karsten Hiestermann, der 14 Jahre stellvertretender Vorsitzender und insgesamt zehn Jahre Vorsitzender des MTSV war, schloss sich den Worten von Kürig an. „Du warst beim Tischtennis der Macher des größten sportlichen Vereinserfolgs und hast mit zwölf Jahren die zweitlängste Amtszeit als Vorsitzender geschafft. Geh uns nicht verloren, sondern stehe deinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite“, so Hiestermann, der Friedhelm Bandke auch gleich noch ein Abschiedsgeschenk überreicht hat.

Doch wer sollte Bandke beerben? Karsten Hiestermann fungierte auch gleich als Wahlleiter. Es habe kritische Situationen gegeben, wie Hiestermann aus den Vorgesprächen erfuhr, doch letzten Endes wurde eine Lösung gefunden. Matthias Vespermann, der zuvor zwölf Jahre 1. Stellvertreter von Friedhelm Bandke war, wurde vorgeschlagen, stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bandke überreichte ihm auch gleich den Vereinsstempel, einen Vereinsstift und die wichtigsten Vereinsschlüssel. Andre Alshut (Tischtennis), Simone Köhler-Janek (Karate) und Karsten Freund (Fußball) wurden einstimmig als seine Stellvertreter gewählt. Schriftführerin Anike Bauer und Kassenwartin Gaby Gutacker wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Kassenprüferinnen werden Renate Lamping und Daniela Gerull fungieren.

Als neuer Pressewart wurde Steffen Schmidt gewonnen. Karsten Hiestermann bleibt Sozialwart und auch Günter Baumert kümmert sich weiterhin um die Termine/Trainingszeiten der Sporthalle. Zudem wurde der fünfköpfige Ehrenrat um Günter Baumert in einer Blockwahl wiedergewählt.

Ralf Käse wird sich ab sofort um das Vereinsheim kümmern. Auch das Thema Datenschutz ist für Vereine immer wichtiger geworden. Mit Reinhard Beye verfügt der MTSV nun über einen Datenschutzbeauftragen. Sören Schway kümmert sich weiterhin um die Homepage. Als Fahnenträger wurde Luca Kaufhold gewählt. Die anstehende Baumaßnahme des Trainingsplatzes wird Timon Gruppe seitens des MTSV begleitet.

In seiner Antrittsrede als neuer Vorsitzender fasste sich Matthias Vespermann kurz. „Ich mache dieses Amt für die nächsten zwei Jahre und ich brauche eure Unterstützung. In dieser Zeit ist es mein Ziel einen neuen Vorsitzenden einzuarbeiten, der das Amt in zwei Jahren übernimmt“, so Vespermann, der im letzten Tagesordnungspunkt einen Eilantrag einreichte. Vespermann schlug Bandke als weiteren Ehrenvorsitzenden des MTSV‘s vor, der daraufhin auch seine Zustimmung bekam, sodass Friedhelm Bandke sich nun neben Karsten Hiestermann als weiterer Ehrenvorsitzender einreihen darf.

Vom Jurastudent zum Tischtennisfunktionär

Thüringische Landeszeitung vom 3. Oktober 2018 Nr. 606

Wir hatten in einem Beitrag zur Turngemeinde Jena e. V. darauf aufmerksam gemacht, dass aus der Zeit von vor 1945 bisher nur wenige Beispiele gefunden wurden, wo Absolventen des Instituts für Leibesübungen der Jenaer Uni ehrenamtliche Funktionen in Jenaer Sportvereinen übernommen haben. Einer von diesen war Dr. Hans-Joachim Benecke, der zeitweilig stellvertretender Vorsitzender der Turngemeinde gewesen war. Er war kurzzeitig auch Lehrkraft am Institut für Leibesübungen und wurde nach einer Kriegsverletzung als Institutsdirektor nach Königsberg eingezogen.

Noch seltener sind Funde über Studenten anderer Fakultäten, die im Sport später in ihren Wohn- oder Heimatorten als Funktionäre das sportliche Leben mitgestaltet haben.

Jetzt fiel uns bei Recherchen eine Festschrift zu „150 Jahre MTSV (Männer Turn- und Sportverein) Jahn v. 1864 e. V.“ Eschershausen in die Hände, wo ein Jurastudent der Jenaer Universität erwähnt wird, der nach dem II. Weltkrieg den Sport wieder mit aufbaute, Vorstandsmitglied wurde und sogar eine sehr erfolgreiche Tischtennisabteilung gegründet hatte.

Am 10. Februar 1912 in Meuselwitz geboren, wuchs Rudolf Göpel als ältester von vier Geschwistern in Weimar auf. Sein Vater Oskar, der vom heute noch existierenden Göpelschen Bauernhof in Raitzhain bei Ronneburg stammte, hatte nach dem Ablegen des Abiturs im Gymnasium Rutheneum in Gera eine Beamtenlaufbahn in Sachsen-Altenburg eingeschlagen. Er zog nach der Auflösung der Thüringer Fürstentümer 1918 als junger Beamter mit seiner Familie in die Landeshauptstadt Weimar, wo er es bis zum Regierungsrat brachte. Die Kinder besuchten alle das Gymnasium und Rudolf begann nach der Ablegung des Abiturs ein Jurastudium an den Universitäten in Jena und Tübingen. Seine sportliche Karriere ist nur teilweise bekannt. Auf jeden Fall taucht er auf Fotos in einer Weimarer Hockeymannschaft als Spieler und als Sportfunktionär auf. In späteren Unterlagen gibt er an, dass er bereits als junger Mann Leiter der Hockeyabteilung des Weimarer „Hockey- und Tennisvereins“ war.

Weimarer Hockeyjungen mit Rudolf Göpel
Weimarer Hockeyjungen mit Rudolf Göpel

Ob er in Verbindungen zum Verein für Bewegungsspiele (VfB, heute USV) Jena stand, ist nicht bekannt aber die Hockey- und Tennisspieler Weimars standen in enger Beziehung zum VfB. Schon der legendäre Begründer der Tennisabteilung des VfB, Hermann Peter war regelmäßig in Weimar und unterstützte die Weimarer beim Bau von Tennisplätzen und der Organisation von Turnieren. Der Hockeysport in Weimar wurde sogar offiziell von der seit 1911 existierenden Hockeyabteilung des VfB gegründet. Nach einem „Hockeypropagandaspiel“ der Jenaer wurde im Dezember 1912 eine Hockeyabteilung in Weimar gegründet, der 18 Mitglieder beitraten.

Zurück zu Rudolf Göpel, der auch als Tennisspieler aktiv war, wie Fotos belegen. Als Student gehörte er zu den Aktivisten der 1872 gegründeten Landsmannschaft Hercynia Jena. Die Landesmannschaft, die heute wieder mit Sitz in Halle existiert, hatte ihr Verbindungshaus dort, wo heute der „Intershop-Tower“ steht. Bei sportlichen Aktivitäten wie den Universitätssportfesten führte Göpel die Abordnung der Hercynia in seiner aktiven Zeit regelmäßig an.

Nach Ablegung seiner Jura-Staatsexamen und seiner Dissertation erhielt Rudolf Göpel eine Anstellung als Assessor bei der Thüringischen Landesregierung. Mit Beginn des II. Weltkrieges 1939 wurde er zum Reserveersatzdienst eingezogen. Im Gegensatz zur sonst üblichen Praxis, dass Abiturienten und Akademiker eine Offizierslaufbahn einschlugen, wurde Göpel als Unteroffizier und später als Feldwebel geführt, was auf einen Einsatz auf einem Verwaltungsposten hindeutet. Zwei Kriegsverletzung 1941 und 1942 führten zu längeren Lazarettaufenthalt. 1944 wurde er zum Leutnant befördert. Seine Beamtenkarriere lief dabei weiter, wie man aus dem erhalten gebliebenen Wehrpass ersehen kann. Er wurde 1942 zum Regierungsrat und dann für einen Einsatz im inneren Dienst, im Regierungsbezirk Posen nach dem „Endsieg“ vorgesehen. 1942 hatte er Liselotte Burgmann, die Tochter eines Kollegen seines Vaters, des Amtmanns Karl Burgmann in Weimar geheiratet. 1943 wurde ihm eine Tochter geboren. 1944 kam er in amerikanische Gefangenschaft, die er bis Kriegsende in den USA verbrachte. Nach seiner Entlassung und Entnazifizierung geht er nach Eschershausen zu seinem Bruder Gerhard. Nach Weimar, wo seine Frau und Tochter bei den Schwiegereltern lebten, traut er sich nicht zurück, da er eine Verhaftung und Einlieferung ins Sowjetische Speziallager 2 Buchenwald befürchtet, wie es kurzzeitig sein Schwiegervater erleben musste.

In Eschershausen bekommt er durch Vermittlung seines Bruders Gerhard kleinere Aufträge als Jurist. Wohl auch auf dessen Initiative tritt er dem Männerturnverein bei, wo er bald zum Vorstand gehörte. Als II. Vorsitzender oblagen ihm die Rechtsfragen im Verein. Gemeinsam mit seinem Bruder hat er schon November 1946 eine Tischtennisabteilung gegründet. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es den Göpelbrüdern trotz schwerer Nachkriegszeit bereits im Februar 1947 das erste Tischtennisturnier gegen den THK Hannover zu organisieren.

Der Trauermarsch anläßlich der Beerdigung von Dr. Rudolf Göpel durch Eschershausen.
Mehr als 1000 Eschershäuser geleiteten Rudolf Göpel auf seinem letzten Weg.
Es soll die größte Beisetzung in Eschershausen gewesen sein, die jemals stattgefunden hat.
Der Trauermarsch anläßlich der Beerdigung von Dr. Rudolf Göpel durch Eschershausen. Mehr als 1000 Eschershäuser geleiteten Rudolf Göpel auf seinem letzten Weg. Es soll die größte Beisetzung in Eschershausen gewesen sein, die jemals stattgefunden hat.

Völlig unerwartet verstarb Rudolf Göpel am 22. April 1949 nach einer Typhuserkrankung. Zur Beerdigung kamen weit über 1000 Trauergäste aus Eschershausen und vom Sport, die seinem Sarg nach einer öffentlichen Aufbahrung das letzte Geleit zum Friedhof gaben.

Dr. H. Kremer

Bildunterschrift: Aus dem Nachlass von Rudolf Göpel stammt dieses Foto, wo er (ganz vorne links) um 1937 mit einer Weimarer Hockeymannschaft nach einem Turnier zu sehen ist.

Gunda und Dr. Hans-Georg Kremer

Ziegenhainer Str. 77

07749 Jena

Tel.: 03641-363094

Stiftungen Spitzberglauf/Rennsteiglauf

Bankverbindung Flessabank Jena DE90 7933 0111 0002 3303 65

und Seniorensport

Bankverbindung Flessabank Jena DE63 7933 0111 0002 3303 66

Treuhänderisch verwaltet durch die

Stiftung „Annedore – Lebenshilfe im Alter“ in Jena

Matthias Vespermann ist neuer Vorsitzender des MTSV

Friedhelm Bandke hört nach zwölf Jahren auf … und wird Ehrenvorsitzender

Eschershausen (TAH). Matthias Vespermann ist neuer Vorsitzender des MTSV Eschershausen. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende tritt die Nachfolge von Friedhelm Bandke an, der nach zwölf Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand. Bandke wurde während der Hauptversammlung im Sportheim zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.
Zu den neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Simone Köhler-Janek (Abteilung Karate), Carsten Freund (Abteilung Fußball) und André Alshut (Abteilung Tischtennis). Zuletzt hatten Vespermann, dessen Ehefrau Birgit und Daniela Gerull den Vorsitzenden vertreten. Gabi Gutacker wurde in ihrer Funktion als Geschäftsführerin bestätigt. Anike Bauer bleibt Schriftführerin.
In seiner Abschiedsrede erinnerte Bandke an zahlreiche Höhepunkte seiner Amtszeit: vom „Tag des Sports“ im Jahr 2007 über zahlreiche Abteilungsjubiläen bis zum 150-jährigen Bestehen des Vereins und dem Festball im Jahr 2014. Auch einen der sportlichen Höhepunkte machte er für das Jubiläumsjahr aus: den Aufstieg der Tischtennisspieler in die Oberliga Nord-West.
Eine der großen Aufgaben für den Verein sei die Sanierung der Laufbahn sowie der Weit- und Kugelstoßanlage auf dem Sportplatz gewesen, erinnerte er. „Die nächste Mammutaufgabe wird die Sanierung des Trainingsplatzes am Vereinsheim“, sagte Bandke. Denn bald werde der Alternativplatz in Scharfoldendorf wegen der neuen Ortsumgehung nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach Absprache mit der Landesstraßenbaubehörde könne der Platz aber vorerst weiter genutzt werden.
Deutlich machte der scheidende Vorsitzende, dass der Verein nicht in der Lage sei, das Projekt Trainingsplatz selbst zu realisieren. Die kleine Rücklage werde voraussichtlich für die Erneuerung der Heizung im Vereinsheim benötigt. Für den Platz habe die Stadt Eschershausen aber bereits Mittel in den Haushalt eingestellt. Zudem sei ein Antrag auf Bezuschussung aus dem Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ sei gestellt. Außerdem werde die Stadt um Mittel aus dem Sportstätten-Sanierungsprogramm des Landes beantragen.
Für die Zukunft wünschte sich Bandke, dass der Verein „eine Oase der Kommunikation, der Freude, der Ruhe und des Friedens“ sein soll.

Der neue Vorstand des MTSV mit dem frisch ernannten Ehrenvorsitzenden (von links): Anike Bauer, André Alshut, Simone Köhler-Janek, Gabi Gutacker, Matthias Vespermann, Friedhelm Bandke und Carsten Freund.
Von einem Ehrenvorsitzenden zum anderen: Karsten Hiestermann (rechts) hält die Laudatio auf Friedhelm Bandke.

Er solle allen eine Heimat bieten. Dies seien die Grundlagen des Weiterbestehens. „Ich hoffe, dass ich ein gut bestelltes Haus mit einem guten Vorstand hinterlassen und ohne schlechtes Gewissen aufhören kann“, sagte er. Sein ausdrücklicher Dank galt der Stadt Eschershausen für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Auch das ehrenamtliche Engagement der niedergelassenen Hausärzte im Ort im Bereich des Gesundheitssport würdigte er. Und nicht zuletzt seien es die Sponsoren, die dazu beitragen, dass wichtige Anschaffungen getätigt werden könne, ohne die Vereinskasse über die Maße zu beanspruchen.
Ehrenvorsitzender Karsten Hiestermann würdigte Bandke als Vorsitzenden „mit ideeller Stärke, personellem Durchblick, finanziellem Augenmaß und überdurchschnittlicher Tatkraft“.
Bandke und auch sein Nachfolger Vespermann machten während der Versammlung deutlich, wie schwer es gewesen sei, Mitglieder für die Nachbesetzung der Vorstandsämter zu gewinnen. „Die Satzung ist jetzt auf dem neuesten Stand“, sagte Vespermann. So könne der Verein künftig auch über einen längeren Zeitraum von einem Stellvertreter geführt werden. Das war bisher nicht möglich. Vespermann, der Bandke während seiner gesamten Amtszeit als Stellvertreter zur Seite stand, kündigte bereits an, dass er lediglich für zwei Jahre für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung steht. Neben den normalen Vereinsgeschäften wird der neue Vorstand also die Aufgabe haben, die Suche nach einem neuen Vorsitzenden voranzutreiben.
Ein Thema während der nächsten Hauptversammlung wird voraussichtlich eine abermalige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge sein.

Der neue Vorstand des MTSV mit dem frisch ernannten Ehrenvorsitzenden (von links): Anike Bauer, André Alshut, Simone Köhler-Janek, Gabi Gutacker, Matthias Vespermann, Friedhelm Bandke und Carsten Freund.
Der neue Vorstand des MTSV mit dem frisch ernannten Ehrenvorsitzenden (von links): Anike Bauer, André Alshut, Simone Köhler-Janek, Gabi Gutacker, Matthias Vespermann, Friedhelm Bandke und Carsten Freund.

Ab dem Jahr 2020 werden Landes- und Kreissportbund ihre Abgaben für die Vereine teils drastisch erhöhen. Zunächst wird sich der neue Vorstand jetzt aber mit einer Gebührenerhöhung für die Nutzung des Vereinsheims beschäftigen.
Der MTSV Eschershausen zählten zum Ende des Jahres 767 Mitglieder – drei Mitglieder mehr, als im vergangenen Jahr.
Während der Versammlung wurden zudem Wahlen und Ernennungen im erweiterten Vorstand des Vereins beschlossen: Sozialwart Karsten Hiestermann, Wanderwart Matthias Vespermann, Sporthallenbeauftragter Günter Baumert, Betreuer des Vereinsheims Ralf Käse, Datenschutzbeauftragter Reinhard Beye, Fahnenträger Luca Kaufhold, Pressewart Steffen Schmidt.

Friedhelm Bandke, Anike Bauer, André Alshut, Simone Köhler-Janek, Gabi Gutacker, Matthias Vespermann, Karsten Hiestermann und Carsten Freund.
Friedhelm Bandke, Anike Bauer, André Alshut, Simone Köhler-Janek, Gabi Gutacker, Matthias Vespermann, Karsten Hiestermann und Carsten Freund. Der neue Ehrenrat setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Günter Baumert, Besitzer Harald Pramann und Margret Kühne. Stellvertreter sind Horst Schmidt und Kurt Seitz.

Ein geschenkter Tag oder Normalform nicht erreicht

Eschershausen(fba). „ Ich habe in keinem meiner 3 Spiele Normalform erreicht und bin mit meiner Leistung sehr unzufrieden“, so ein enttäuschter Julian Heise nach der 9:5-Niederlage gegen den TSV Fuhlen.
Schon im Doppel kündigte sich die schlechte Tagesform an und so verlor das Eschershäuser Spitzendoppel Heise/Schway gegen die Fuhlener Teigeler/Kemna glatt mit 0:3. Blume/Mendyk machten es besser und besiegten das Spitzendoppel Schüler/Warzecha ebenfalls in drei klaren Sätzen. Doppel 3 Alshut/Spendrin unterlagen in ihrem Spiel mit 1:3 Sätzen.
In einem spannenden und meist ausgeglichenen Spiel gegen Spitzenspieler Schüler musste sich Schway im Entscheidungssatz mit 11:6 geschlagen geben. Heise konnte lediglich gegen Teigeler den 3. Satz gewinnen, letztendlich musste er seinem Gegenüber im vierten Satz mit 17:15 zum Sieg gratulieren. Alshut verlor seine Begegnung mit 0:3 gegen Hupe. Blume war nach überstandener Erkrankung wieder einsatzfähig und gewann deutlich gegen Warzecha in drei Sätzen. Spendrin benötigte gegen Bruns vier Gewinnsätze, während Mendyk in Fünf gegen früheren MTSV-ler Kemna verlor.
Im Spitzenspiel Heise gegen Schüler ging beim Raabestädter gar nichts mehr, völlig unzufrieden mit seiner Leistung verlor Julian mit 0:3. Besser machte es Schway, der Teigeler in drei Sätzen keine Gewinnchance gab. In der Mitte drehten sich Sieg und Niederlage. Blume verlor gegen Hupe, Alshut gewann gegen Warzecha. Nach einer knappen Fünfsatzniederlage von Mendyk gegen Bruns war die 9:5-Niederlage perfekt und die Enttäuschung groß.
„ Wir haben heute nicht unser bestes Tischtennis gezeigt. Leider kommt das immer wieder in Auswärtsspielen vor. Wir müssen uns mal Gedanken machen, woran das liegt“, so der Mannschaftskapitän Alshut.
Die Chancen auf einen besseren Tabellenplatz waren gegeben, da auch Sorsum in Bennigsen verlor. Es bleibt weiter spannend im Meisterschaftskampf, der ohne den MTSV Jahn ausgetragen wird.
Nach einer längeren Pause tritt die Mannschaft am Samstag, dem 6.4. um 18.00 Uhr auswärts in Barienrode an.
Im Abstiegsduell in der 1. Kreisklasse erzielte die 3. Herren-Mannschaft beim Tabellenvorletzten TSV Holzen seinen ersten Punktgewinn und verbleibt weiter Tabellenletzter. Höhepunkt war das anschließend gemeinsame Grillen.

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